Nach Explosion auf Spielplatz: Spendenaufruf für schwerverletzten Leipziger
Für den vierfachen Vater Robert Weiland aus Leipzig ist nichts mehr wie vor dem 14. Januar: An dem Tag wurde er auf einem Spielplatz im Südosten der Stadt schwer verletzt. Eine Art Kugelbombe detonierte in seiner Hand. „Er wollte sich von der Arbeit kurz die Beine vertreten und kam dort an der Tischtennisplatte vorbei“, erzählt seine Lebensgefährtin Antje Hamel. Er habe sich geärgert, dass dort viel Müll auf der Platte lag. „Unter anderem auch eine goldene Kugel, die aussah wie eine Weihnachtskugel. Er hat sich das dann so geschnappt, wollte die Sachen in den Papierkorb daneben werfen und da hat es Bumm gemacht.“
Bei der Explosion seien von beiden Händen mehrere Finger teilweise oder ganz abgerissen worden. Eine Not-OP folgte. „Robert liegt immer noch im Krankenhaus, im St. Georg, und wird da wohl auch noch eine Weile bleiben.“ Am Dienstag habe er seine zweite OP gehabt, in vier Tagen soll eine weitere folgen. Ihm gehe es sehr schlecht. „Vor allem auch mental, er hat natürlich jetzt krasse Existenzängste. Er ist eher so ein Macher und kann selbst schlecht um Hilfe bitten.“ Als Mitarbeiter einer Bank sei Robert viel am Computer und deshalb natürlich auf seine Finger und die Hände angewiesen.
Deshalb hat seine Familie jetzt einen Spendenaufruf bei der Online-Plattform GoFundMe gestartet. Denn der Heilungsprozess werde vermutlich sehr lange dauern und in der Zeit könne Robert nicht arbeiten. „Die Wohnung, die Kinder, das muss ja auch alles irgendwie finanziert werden“, so Hamel. „Und dann geht's auch in Richtung Spezialbehandlungen.“ Zwar decke die Krankenkasse einiges ab, aber eben auch nicht alles. Wer helfen möchte, hier geht's zur Spendenseite.