NABU Sachsen fordert mehr Auen als Flutschutz
Zuletzt hat Hochwasser zu Weihnachten wieder gezeigt, dass Flusspegel in Sachsen schnell steigen können. Der Naturschutzbund „NABU Sachsen“ fordert die Politik jetzt auf, stärker in natürlichen als in technischen Hochwasserschutz zu investieren.
Seit Jahrhunderten versuche man in Sachsen, Flüsse am Ausufern zu hindern. Der „NABU Sachsen“ kritisiert aber Deiche, Rückhaltebecken und Spundwände. Denn zum Beispiel bei einem Dammbruch würden sich die Schäden potenzieren.
Die Naturschützer setzen auf Flussauen. Sie würden viel Wasser aufnehmen und seltenen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum bieten. Trocken gelegte Auenlandschaften müssten renaturiert werden.
Ein Vorbild sei das Projekt „Lebendige Luppe“ entlang von Weißer Elster, Neuer und Alter Luppe im Raum Leipzig/Schkeuditz. Auch an der Elbe und anderen Flüssen Sachsens brauche es wieder mehr Auen, so der NABU.