Mykoplasmose! Vielleicht niesen sie deshalb
In Chemnitz breitet sich eine weitgehend unbekannte Infektionskrankheit aus. Seit Jahresbeginn wurden bereits 260 Mykoplasmose-Fälle registriert. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es nur etwa 40. Die Ursache für den starken Anstieg wird derzeit noch untersucht.
Mykoplasmen als Auslöser
Das Amt für Gesundheit und Prävention der Stadt erklärt: „Mykoplasmen sind Erreger meist milder Atemwegserkrankungen. Sie können jedoch auch Lungenentzündungen verursachen und werden dann mit Antibiotika behandelt.“ Laut Behörde treten Mykoplasmen-Infektionen in Zyklen von drei bis sieben Jahren gehäuft auf. Ein deutlicher Anstieg wurde seit der 30. Kalenderwoche 2024 beobachtet.
Die Symptome
Mediziner sprechen von „Mycoplasma pneumoniae“ als Verursacher. Die Infektion äußert sich durch grippeähnliche Symptome wie Hals- und Kopfschmerzen, Schnupfen, Husten, Fieber und allgemeines Unwohlsein. Bei Kindern und Jugendlichen können zusätzlich Durchfall und Erbrechen auftreten.
Grippe-Fälle in Chemnitz konstant, landesweit steigend
Im Gegensatz zur Mykoplasmose blieb die Zahl der Grippeinfektionen in Chemnitz stabil. Seit Jahresbeginn 2025 wurden etwa 1.000 Fälle registriert. Auf Landesebene sieht es anders aus: Laut der Barmer Ersatzkasse gab es in Sachsen in den ersten fünf Wochen des Jahres über 12.500 Grippe-Fälle. Im Vergleichszeitraum 2024 waren es rund 10.000, was einer Steigerung von 24 Prozent entspricht. Auch die Corona-Fälle werden weiterhin registriert. In Chemnitz gab es 2025 bislang 123 Infektionen, während im Vorjahreszeitraum 212 Fälle gemeldet wurden.