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Musuem rettet Ikarus-Oldtimer

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Das Chemnitzer Straßenbahnmuseum hat nicht nur historische Straßenbahnen in seinem Depot, sondern auch Busse. Und bald soll ein ganz großes Schmuckstück dazukommen: ein Ikarus-Gelenkbus aus den 60er Jahren. Typ 180.22 - eine absolute Rarität. Leider gibt’s das gute Stück nicht mehr im Ganzen, deshalb hat das Museum jetzt ein besonderes Projekt gestartet.

Die rot-weißen Busse aus Ungarn haben jahrzehntelang das Stadtbild im damaligen Karl-Marx-Stadt geprägt. 1968 wurden die ersten ausgeliefert. Sie fuhren bis zum Ende der 70er Jahre, als dann die neuen Ikarus-Modelle in die Stadt kamen. Fast alle dieser Busse wurden verschrottet. Weltweit gibt es nur noch drei Exemplare: in Moskau, Budapest - und Chemnitz.

Dabei drohte auch dem Chemnitzer Bus die endgültige Verschrottung, denn von ihm ist nach einigen Wirrungen nur noch ein Gerippe übrig. Doch dieses Teil hat das Straßenbahnmuseum mit der Hilfe von ehrenamtlichen Enthusiasten gerettet. Es soll künftig Teil der Ausstellung werden - in seiner vollen Gänze und alten Schönheit. 

Am Dienstag wurde das Gerippe in Kappel auf einen LKW verladen und abtransportiert. Spezialisten in Güstrow sollen den Ikarus-Bus jetzt wieder aufbauen. Zwei Jahre wird das dauern, einige Teile sind noch erhalten, zum Beispiel das Dach muss aber komplett nachgebaut werden. Viel Arbeit wartet da auf die Karroseriespezialisten, aber auch auf die Ehrenamtlichen. Dafür sammelt das Museum Spenden. Wer den Wiederaufbau unterstützten will, kann sich im Straßenbahnmuseum an der Zwickauer Straße melden.