Wechselburg: Mulde-Biber zerstören uralte Rotbuchen in historischem Schlosspark
Gibt es zu wenig Futter für die Biber an der Mulde? Offenbar mehrere Tiere haben einige bis zu 200 Jahre alte Rotbuchen im Schlosspark von Wechselburg stark beschädigt. Das teilte die Landesstiftung Natur und Umwelt am Donnerstag mit. Das Verhalten der Biber sei „überraschend“, hieß es. Es könnte darauf hindeuten, dass es an der Mulde zu wenig Nahrung gebe. Oder aber sich die Tiere stark vermehrt hätten.
Biber stehen unter Naturschutz und fressen vor allem junge Zweige und Knospen aus Baumkronen oder im Winter die Rinde von Bäumen. Eigentlich bevorzugen sie aber Weiden und Pappeln. Nun sollen die gesunden Buchen am Ufer der Mulde mit Drahtmanschetten vor weiterem Fraß geschützt werden. Außerdem werde die Neuanpflanzung von geeigneten Gehölzen geprüft, um den Tieren eine Futteralternative zu bieten.
Der knapp 14 Hektar große Schlosspark von Wechselburg unweit des Benediktinerklosters ist für seine vielen alten Bäume deutschlandweit berühmt. Er wurde vor gut 200 Jahren von Graf Alban von Schöneburg im Stil eines englischen Landschaftsgartens angelegt. Er steht unter Natur- und Denkmalschutz.