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Motorrad-Grand-Prix zieht möglicherweise auf den Lausitzring

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Nach dem verläu­figen Aus für den Moto-GP auf dem Sachsen­ring ist noch völlig unklar, ob und wo der deutsche Grand Prix in der kommenden Saison über die Bühne geht. Möglich wäre ein Umzug der Veran­stal­tung zum Lausitz­ring. Man habe eine offizi­elle Anfrage erhalten, den Grand Prix im nächsten Jahr auszu­richten, hieß es von der EuroSpeedway Verwal­tungs GmbH. Das Unter­nehmen erbat sich eine Bedenk­zeit von acht Tagen, um alle wirtschaft­li­chen Faktoren genau­es­tens zu prüfen. Für die Absage am Sachsen­ring gibt es vor allem finan­zi­elle Gründe. Die Dorna verlangt für einen Grand Prix zukünftig vier Millionen Euro. Das ist das Doppelte von dem, was bislang an die Spanier abgeführt werden musste. Der ADAC kann und wollte die Summe nicht allein stemmen, da der Grand Prix in den vergan­genen zwei Jahren ein Defizit von jeweils 600 000 Euro verur­sachte. Trotz einer Erhöhung der Eintritts­preise und einer Kosten­ein­spa­rung von 1,2 Millionen Euro bei der Organi­sa­tion hätte der ADAC für eine Ausrich­tung im kommenden Jahr immer noch 850.000 Euro minus gemacht. Allein das Errichten der mobilen Tribünen für die 230.000 Zuschauer kostet jährlich eine Million Euro. "Der ADAC hat lange um den Erhalt des WM-Laufes auf dem Sachsen­ring gekämpft. Für die gesamte Region tut es mir sehr leid, denn der deutsche Motorrad WM-Lauf war dort in den letzten Jahren ein wichtiger und bedeu­tender Wirtschafts­faktor", sagte ADAC-Sport­prä­si­dent Hermann Tomczyk.