++ EIL ++

Mord an Valeriia (9): Der Prozess

Zuletzt aktualisiert:

Der Mord an der kleinen Valeriia aus Döbeln wird ab Freitag vor dem Chemnitzer Landgericht verhandelt. Angeklagt ist der 37-jährige Ex-Freund der Mutter.

Die Tat: Grausam

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Mann das Mädchen auf dem Schulweg in sein Auto lockte. Anschließend soll er den Kopf der Neunjährigen in einem Wald so lange in eine Schlammpfütze gedrückt haben, bis sie erstickte.

Nach der Tat begann eine großangelegte Suche nach dem vermissten Mädchen. Hubschrauber, Drohnen, Taucher, Suchhunde und Hunderte Polizisten waren im Einsatz. Erst eine Woche später wurde die Leiche von Valeriia in einem Waldstück entdeckt.

Das Motiv: Eifersucht

Die Anklage wirft dem Mann Heimtücke und niedrige Beweggründe vor. Er soll aus Eifersucht gehandelt haben, weil die Mutter des Kindes wenige Tage zuvor die Beziehung zu ihm beendet hatte.

Die Flucht: Endstation Prag

Der Angeklagte war nach der Tat geflohen. Nach einer internationalen Fahndung wurde er in Prag gefasst und nach Deutschland ausgeliefert. Der 37-Jährige sitzt in Leipzig in Untersuchungshaft.

Der Prozess: Die Mutter sagt aus

Die Eltern des Mädchens, die geschieden sind, treten im Prozess als Nebenkläger auf. Am ersten von vier geplanten Verhandlungstagen sollen mehrere Zeugen aussagen, darunter auch die Mutter von Valeriia.

Der Prozess findet in Chemnitz statt, weil der Amtsgerichtsbezirk Döbeln dem Landgericht Chemnitz zugeordnet ist. (mit dpa)