Prozess um Mitläufer von „Revolution Chemnitz“ vertagt
Update 10:45: Wie uns das Amtsgericht auf Anfrage mitteilte, muss der Prozess vertagt werden. Die Angeklagten wollten laut einer Sprecherin keinerlei Angaben zu den Vorwürfen machen. Deswegen geht es am 11. Juni mit der Befragung von Zeugen weiter. Darunter sei auch ein Mann, der zur Tatzeit mit einer Bierflasche am Hinterkopf geschlagen worden sein soll.
Nach dem Prozess gegen die rechte Terror-Gruppe „Revolution Chemnitz“ müssen sich ab Montag auch mehrere Mitläufer vor Gericht verantworten. Die sechs Männer sollen 2018 an den Überfällen auf der Schloßteichinsel beteiligt gewesen sein.
Die Generalstaatsanwaltschaft wirft ihn vor, Besucher bedroht und verletzt zu haben. Weil das öffentliche Interesse groß ist, verhandelt das Chemnitzer Amtsgericht den Fall im Konzertsaal der benachbarten Musikschule. Bis Mitte Juli sind elf Verhandlungstage angesetzt.
Die Mitglieder von „Revolution Chemnitz“ waren im März zu Freiheitsstrafen von bis zu fünfeinhalb Jahren verurteilt worden. Die Richter sahen bei allen Beschuldigten die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung als erwiesen an - nur beim Rädelsführer auch die ebenfalls angeklagte Gründung einer solchen. Fünf der Männer wurden zudem wegen schweren Landfriedensbruchs verurteilt und einer wegen Körperverletzung. Drei der Angeklagten kamen vorerst unter Auflagen frei.