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Minister­präsident besucht Chemnitzer Flutopfer

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Sachsens Minis­ter­prä­si­dent Stanislaw Tillich hat sich heute persön­lich ein Bild von den Aufräum­ar­beiten in den Chemnitzer Hochwas­ser­ge­bieten gemacht. Er sprach in Klaffen­bach mit Anwoh­nern und besuchte von der Flut betrof­fene Unter­nehmen im Altchem­nitzer Europark. Dort hatten die Wasser­massen beson­ders gewütet. Objekt­leiter Andreas Grobitzsch geht von einem Schaden von mindes­tens einer Million Euro aus. Beson­ders tragisch: erst letzte Woche hatte die Landestal­sper­ren­ver­wal­tung eine Hochwas­ser­schutz­mauer abreißen lassen, die der Europark in Eigen­in­itia­tive gebaut hatte. An der gleichen Stelle sollte eine neue Mauer enstehen. In den Gesprä­chen wurde immer wieder die Forde­rung nach finan­zi­ellen Direkt­hilfen laut. Dachde­cker­meister Dietmar Schmidt aus Klaffen­bach zum Beispiel steht kurz vor dem finan­zi­ellen Ruin. Sein Firmen­ge­lände wurde von der Würschnitz überflutet. Eine Versi­che­rung hat Schmidt nicht, die hat ihm nach der Flut 2002 gekün­digt. Tillich konnte nur auf die Darle­hens­an­ge­bote des Freistaates verweisen. Die sächsi­sche Staats­re­gie­rung hatte gestern ein Hilfs­paket für die Hochwas­ser­opfer im Freistaat beschlossen. Es handelt sich dabei unter anderem um zinsgüns­tige Kredite, die in Anspruch genommen werden, bevor die Versi­che­rungen zahlen. Die Stadt hat unter­dessen beschlossen, Anwohner in gefähr­deten Gebieten künftig bereits ab Warnstufe 2 mit Lautspre­cher­wagen zu infor­mieren. Man müsse dann aber damit rechnen, dass dies an die zwanzig Mal im Jahr passieren könne, sagte uns Bürger­meister Berthold Brehm.