Millionen-Hilfspaket gegen Corona-Folgen in Chemnitz
Ein Millionen-Hilfspaket soll dabei helfen, die Folgen der Corona-Pandemie in Chemnitz zu bewältigen. Am 29. April berät der Stadtrat unter anderem über Zuschüsse an städtische Einrichtungen, kommunale Tochterunternehmen, Künstler und Vereine, um deren Überleben in der Krise zu sichern. Mehr als acht Millionen Euro will die Stadt locker machen.
Sportvereine sollen die Pacht erlassen bekommen, die CVAG kann auf 900.000 Euro Unterstützung hoffen. Auch die Theater und die Veranstaltungszentren C3 erhalten Hilfe. Stadthalle, Messe und Wasserschloß sollen zusammen eine Million Euro extra bekommen, um die Folgen von Corna abzumildern.
Alle schon geplanten Zuschüsse für Sport, Kultur und Baumaßnahmen werden außerdem wie vorgesehen ausgezahlt. Gleichzeitig hofft die Stadt auf Unterstützung von Bund und Land. Denn allein sei das alles nicht zu stemmen. Die Stadt fordert deshalb einen Schutzschirm für Kommunen, um ihre Handlungsfähigkeit zu sichern.
In der Stadtratssitzung im Juli 2020 soll Zwischenbilanz gezogen und weitere Beschlüsse gefasst werden. Dabei will die Stadt dann noch genauer die konkreten Auswirkungen und Möglichkeiten der Hilfspakete von Bund und Land, so besonders des Stabilisierungsfonds Sachsen berücksichtigen.
Die Verwaltung erwartet bereits jetzt auch einen erheblichen Einnahmeausfall, der nicht beeinflussbar ist, beispielsweise aus Gewerbe- oder Umsatz- und Einkommenssteuern. Nach den Prognosen des Sächsischen Städte- und Gemeindetages wird ein Rückgang von bis zu 50 Prozent erwartet. Ein Minus von bis zu 50 Prozent würde Mindereinnahmen von knapp 85 Mio. Euro für den städtischen Haushalt bedeuten.
