Mieter kehren nach Anti-Terror-Einsatz in Wohnungen zurück
Das durch den Anti-Terror-Einsatz evakuierte Wohnhaus an der Straße Usti nad Labem ist Dienstag wieder komplett freigegeben worden. Die ersten Mieter konnten am Vormittag in ihre Wohnungen zurück, zuvor hatten Handwerker unter anderem alle 43 Wohnungstüren ausgetauscht. Sie waren bei der Suche nach dem Bombenbauer Dschabir Al-Bakr zerstört worden. Die GGG als Vermieter schätzt den Gesamtschaden auf bis zu 20.000 Euro. Die Summe soll durch den Freistaat beglichen werden. In der Wohnung des mutmaßlichen Komplizen Khalil A. fanden die Ermittler extrem gefährlichen Sprengstoff und Materialien zum Bombenbau. Al-Bakr soll einen Anschlag in Deutschland vorbereitet haben. Für die Nachbarn stehen laut GGG bei Bedarf ein Amtsarzt und Sozialarbeiter bereit, um das Geschehene zu verarbeiten. "Sie atmen erstmal durch", sagte GGG-Sprecher Erik Escher. In dem Plattenbau leben junge Pärchen und Senioren, Familien und Migranten sowie Studenten aus aller Welt. Die spärlich eingerichtete Wohnung von Khalil A. ist laut Escher geräumt. Auch dort werden wie im Rest des Hauses alle Spuren des Geschehens beseitigt. "Es soll nichts mehr daran erinnern."