Metaller fordern verhandlungsfähiges Angebot der Arbeitgeber

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Nach der ersten Verhandlungsrunde in der sächsischen Metall- und Elektroindustrie fordert die IG Metall ein verhandlungsfähiges Angebot der Arbeitgeber. Nach vier Jahren ohne Lohnerhöhung und wegen der weiter steigenden Preise "erwarten die Beschäftigten von den Arbeitgebern ein Angebot für eine kräftige tabellenwirksame Erhöhung", erklärte die Bezirksleiterin für Berlin, Brandenburg und Sachsen, Irene Schulz, am Mittwoch. Ein deutliches Lohnplus sei überfällig.

Vor den Verhandlungen hatte die IG Metall eine Erhöhung der Löhne um acht Prozent für die rund 3,9 Millionen Beschäftigten der Branche gefordert. Dies ist die die höchste Forderung für die Metall- und Elektroindustrie seit dem Jahr 2008. Damals hatte die größte deutsche Einzelgewerkschaft ebenfalls acht Prozent mehr Geld gefordert.

Die Verhandlungsrunde sei ohne Ergebnisse und Annäherungen geendet, hieß es. Arbeitgeber hätten kein Angebot vorgelegt und stattdessen ihren Wunsch nach einer "Nullrunde" vorgetragen. Damit sorgten sie für eine Eskalation in der Tarifrunde, so Schulz: "Ich kann die Arbeitgeber nur warnen, den Durchsetzungswillen und die Durchsetzungskraft ihrer Beschäftigten zu unterschätzen."

Am vergangenen Wochenende hatten rund 2.000 Beschäftigte aus Sachsen, Berlin und Brandenburg in Leipzig für eine Erhöhung der Löhne demonstriert. Die nächste Verhandlungsrunde in Sachsen ist für den 14. Oktober geplant. (dpa)