Merkel auf Stippvisite in Sachsen
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat bei einem Kurzbesuch in Sachsen die Aufbauleistung im Freistaat gewürdigt. Wenn man überlege, was hier in den vergangenen 20 Jahren geschaffen wurde, könne „Landesvater“ Stanislaw Tillich (CDU) stolz sein, sagte Merkel nach einer Visite beim Automobilzulieferer Continental in Limbach-Oberfrohna. Zuvor war sie in der Firma Galvanotechnik Baum im vogtländischen Unterheinsdorf zu Gast. Merkel stellte der Chemnitzer Region und dem Erzgebirge ein gutes Zeugnis aus. „Weltmarktprodukte in Deutschland werden nicht an ein oder zwei Stellen produziert, sondern überall im Lande“, sagte sie. Auch Limbach-Oberfrohna sei ein solcher Ort. Merkel hatte das Werk in Limbach-Oberfrohna bei Chemnitz in Begleitung von Regierungschef Tillich und Continental-Vorstandschef Elmar Degenhart besichtigt und dabei kurzzeitig auch selbst in die Produktion „eingegriffen“. Unter Anleitung von Lehrlingen schraubte sie an einem Injektor mit. Continental hat hier sein Kompetenzzentrum für die Piezo Common Rail Injektoren. Diese Technologie soll Dieselmotoren effizienter und umweltfreundlicher machen. Seit Beginn der Serienproduktion im Jahr 2000 wurden bereits mehr als 60 Millionen Injektoren für das Einspritzen von Kraftstoff produziert. In Limbach-Oberfrohna und dem Zweigwerk in Stollberg sind rund 1600 Mitarbeiter beschäftigt. Nach Angaben von Degenhart ging es am Rande des Rundganges auch um die Chancengleichheit für die deutsche Industrie im internationalen Wettbewerb. „Die Politik und unsere Bundeskanzlerin sind sich sehr wohl bewusst, dass wir hier durch überproportional steigende Energiepreise nicht die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie aufs Spiel setzen dürfen“, sagte der Vorstandschef. Der Standort Limbach-Oberfrohna/Stollberg gehört zur Automotive Group von Continental und in dieser Struktur wiederum zur Abteilung Powertrain. Diese Sparte erzielte 2012 einen Umsatz von etwa 6,1 Milliarden Euro (2011: 5,8 Mrd Euro). Der vorläufige Gesamtumsatz von Continental - einem der weltweit führenden Automobilzulieferer - lag im Vorjahr bei 32,7 Milliarden Euro (2011: 30,5 Mrd Euro).