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Mehr als 2.000 Asylverfahren in Sachsen verschleppt

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In Sachsen sind im vergan­genen Jahr mehr als 2.000 Asylbe­werber auf Städte und Kommunen verteilt worden, ohne für sie wie vorge­schrieben Verfahren einzu­leiten. Das berichtet das Fernseh­ma­gazin „Kontraste“. Die Chemnitzer Außen­stelle des Bundes­amtes für Migra­tion habe die Panne bestä­tigt, hieß es in dem Beitrag. Sie sei bis heute damit beschäf­tigt, die offenen Fälle abzuar­beiten. Das Versäumnis hat zur Folge, dass sich die Anerken­nungs­ver­fahren für die Flücht­linge um Monate verlän­gern. Nur nach Anlegen einer Akte kann über die Anerken­nung der Neuan­kömm­linge entschieden werden. Unter den betrof­fenen Asylbe­wer­bern seien syrische Bürger­kriegs­flücht­linge, die - wie andere - nicht über den Stand der Dinge infor­miert worden seien. So hätten sie erst auf Nachfrage erfahren, dass zu ihren Fällen nicht einmal Akten angelegt worden seien. Dem Bericht zufolge ist die Chemnitzer Außen­stelle erst seit Januar dieses Jahres in der Lage, für alle neu ankom­menden Asylsu­chenden die Akten binnen 14 Tagen anzulegen.