• Symbolbild. (c) dpa-Bildfunk

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Maschinenbauer will Solarmodule in Freiberg bauen

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Der Maschinenbauer Meyer Burger mit Sitz in der Schweiz will an zwei traditionsreichen Standorten in Sachsen und Sachsen-Anhalt in die Fertigung von Solarmodulen einsteigen. Ab kommendem Jahr sollen in Freiberg und im sachsen-anhaltischen Bitterfeld-Wolfen Solarmodule und -zellen hergestellt werden.

Die Entscheidung steht noch unter Vorbehalt: Meyer Burger plant für das Investment eine Kapitalerhöhung von 165 Millionen Schweizer Franken. Diesem Plan müssen die Aktionäre am Freitag auf einer außerordentlichen Generalversammlung noch zustimmen.

Zum Start im ersten Halbjahr 2021 will Meyer Burger zunächst Solarzellen und -module mit einer Kapazität von jeweils 400 Megawatt in den beiden Werken produzieren. Bis 2026 sollen pro Jahr Module mit einer Kapazität von 5 Gigawatt hergestellt werden. Bis zu 3000 direkte Arbeitsplätze sollen entstehen, Investitionen von mehr als einer Milliarde Euro sind geplant.

In Freiberg nutzt das Unternehmen die Anlagen des ehemaligen Solarworld-Konzerns, der 2018 wegen der Billig-Konkurrenz aus Asien Insolvenz anmeldete. Dort kauft Meyer Burger auch ein Logistik- und Distributionszentrum für den Aufbau eines eigenen Betriebs. Es wurden bereits lokale Fachkräfte angesprochen, hieß es.

Meyer Burger ist ein Maschinenbauer, der bisher Solar-Hersteller mit Produktionsanlagen versorgt. Das Unternehmen hat für dieses Segment bereits ein Werk in Hohenstein-Ernstthal.