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Marx-Monument bekommt einen neuen Sockel

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Das Karl-Marx-Monument an der Brücken­straße wird anläss­lich seines 40-jährigen Jubiläums einer Schön­heitskur unter­zogen. Das gab Oberbür­ger­meis­terin Barbara Ludwig heute bekannt. Bis Ende des Jahres will die Stadt den beschä­digten Sockel des Denkmals erneuern lassen. Rings um das Chemnitzer Wahrzei­chen wird eine neue Beton­platte gegossen. Außerdem sollen die kaputten Platten ausge­tauscht und der feuchte Unter­grund trocken­ge­legt werden. Die Kosten für die Sanie­rung belaufen sich auf mehr als 100.000 Euro. Ein Teil des Geldes steuert das Möbel­haus IKEA bei, nachdem es den Marx-Kopf für eine Werbe­ak­tion nutzen durfte. Das Marx-Monument hat der sowje­ti­sche Bildhauer Lew Kerbel geschaffen. Es ist ein 40 Tonnen schwerer Bronze­kopf, welcher die Macht und Bereit­schaft tausender Berufs­tä­tiger dokumen­tieren sollte. Das Denkmal ist 7,20 Meter hoch und wurde aus neun Einzel­teilen zusam­men­ge­fügt. Einge­weiht wurde der sogenannte "Nischel" am 9.10.1971 - 2011 wird er 40 Jahre alt. Seine Einwei­hung hatten noch rund 250.000 Menschen aus der Region gefeiert. SED- und Staats­chef Erich Honecker spendierte damals sogar ein Volks­fest. In einer Rede des Oberbür­ger­meis­ters hieß es, dies wäre: "... der größte model­lierte Kopf seit der Entste­hung der Sphinx in Ägypten". Als Platz für das künftige Denkmal wurde die Stelle vor der Schrift­tafel am Haupt­quar­tier der SED- Bezirks­lei­tung auser­koren. Die Kosten für Monument und Aufstel­lung beliefen sich auf rund 1,5 Millionen Mark.

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