Wahlbetrug in Dresden: diese Stimmen sind ungültig
Die in Dresden manipulierten Stimmzettel zur Landtagswahl sind am Donnerstag für ungültig erklärt worden. Dem Kreiswahlausschuss lagen insgesamt 112 Stimmzettel vor, unter anderem aus Langebrück. Bei ihnen waren Kreuze überklebt und stattdessen bei den rechtsextrem Freien Sachsen gesetzt worden.
Der Wahlausschuss entschied, die Stimmen nicht wieder den eigentlich angekreuzten Parteien zuzuordnen. Durch die ungültigen Stimmen ändert sich nichts an der Verteilung der Sitze, so der Dresdner Wahlleiter Markus Blocher.
Betroffen sind unter anderem - wie bereits zuvor bekannt war - die Wahlbezirke 36011 (29 Wahlzettel) und 36012 (56 Wahlzettel) in Langebrück im Norden von Dresden. Bereits am Wahltag hätten die Wahlvorstände der beiden Wahlbezirke über „Auffälligkeiten bei einigen Stimmzetteln“ berichtet, erklärte Wahlleiter Markus Blocher.
Nach der Landtagswahl wurde bekannt, dass mehr als 100 Briefwahlzettel in mehreren sächsischen Wahlkreisen zugunsten der rechtsextremen Kleinstpartei Freie Sachsen manipuliert wurden. Inzwischen ermittelt die Generalstaatsanwaltschaft Dresden und das sächsische Landeskriminalamt (LKA).