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Machete, Hecke, Drogen: Zufallsfund in Chemnitz

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Montagabend, 19:25 Uhr, im Chemnitzer Stadteil Gablenz. Anwohner schlagen Alarm. Ein Mann soll mit einer Machete hantieren – laut Meldung sogar „um sich schlagen“. Die Polizei rückt aus, Einsatzort: ein Mehrfamilienhaus nahe der Charlottenstraße. Vor Ort treffen die Beamten auf einen 61-Jährigen. Der Mann steht im Garten – und schneidet eine Hecke. Tatsächliche mit einer Machete! Klingt ungewöhnlich, ist aber zunächst kein Fall für die Kripo.

Von der Hecke in die Wohnung

Um die Personalien zu überprüfen, bitten die Polizisten den Hobby-Gärtner, seinen Ausweis zu zeigen. Der liegt in seiner Wohnung. Gemeinsam gehen sie hinein. Dann der Zufall: Durch die geöffnete Tür werfen die Beamten einen Blick ins Innere – und entdecken mehrere Cannabispflanzen. Entsprechende Beleuchtung und Zeitschaltuhren inklusive. Ein mit Plastikplane und Klebeband abgedichtetes Zimmer weckt zusätzliches Interesse. Der Verdacht: eine illegale Indoor-Plantage.

Cannabis über Limit

Hinter der Plane wird die Vermutung bestätigt. Insgesamt finden die Beamten neun größere Cannabispflanzen und 30 Setzlinge. Das ist mehr als erlaubt – selbst nach den neuen Regelungen des Konsumcannabisgesetzes. Die Pflanzen und das gesamte Anbauequipment werden sichergestellt. Der 61-Jährige muss sich nun wegen eines Verstoßes gegen das Gesetz verantworten.