Ludwig fordert Erhalt der Chemnitzer Landesdirektion
Um den Sitz der neuen Landesdirektion ist ein Streit entbrannt. Der Freistaat will die drei Behörden in Chemnitz, Dresden und Leipzig zusammenlegen - Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig befürchtet, dass unsere Stadt ihr ehemaliges Regierungspräsidium verliert. Sie fordert Ministerpräsident Stanislaw Tilich auf, sich persönlich der Sache anzunehmen. Zentrale Lage, wirtschaftlicher Erfolg und Wertschätzung der Region seien drei gute Gründe, sich für Chemnitz zu entscheiden, so das Stadtoberhaupt. Zu lange habe die Landesregierung Spekulationen über den künftigen Behördenstandort zugelassen, der bisherige Zielfindungs- und Entscheidungsprozess lasse klare Kriterien und Transparenz vermissen. Unterstützt wird diese Forderung vom Bündnis „Gemeinsam für die Region Chemnitz“. Zu ihm gehören neben der Chemnitzer Oberbürgermeisterin die Landräte Dr. Christoph Scheurer, Frank Vogel, Volker Uhlig und Dr. Tassilo Lenk. Die Wirtschaft vertreten Michael Lohse und Hans-Joachim Wunderlich, Präsident und Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Chemnitz sowie Dietmar Mothes und Dr. Frederik Karsten, Präsident und Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Chemnitz. „Wir erwarten von unserer Landesregierung und dem Sächsischen Landtag starke, bestandsfähige und sachorientierte Entscheidungen“, so die Bündnismitglieder.