Lokführerstreik legt Personen- und Güterverkehr lahm
Der Lokführerstreik hat den Zugverkehr in Sachsen am Morgen zum Erliegen gebracht. Am Hauptbahnhof fährt so gut wie kein Zug. Betroffen sind die Strecken Dresden-Chemnitz-Zwickau und Chemnitz-Riesa-Elsterwerda und Chemnitz-Leipzig. Schon seit gestern Abend stehen bundesweit viele Güterzüge still. Der Arbeitskampf soll bis 10.00 Uhr andauern. Die Deutsche Bahn versucht, die Fahrgäste mit Bussen an ihr Ziel zu bringen. Auf den Bahnsteigen seien zusätzlich Mitarbeiter unterwegs, die die Reisenden informieren.
Die GDL will mit ihrem Streik Druck in den Tarifverhandlungen mit der Deutschen Bahn und sechs großen Bahn-Konkurrenten machen. Die Deutsche Bahn hat den Arbeitskampf der Lokführergewerkschaft als "immer absurder" kritisiert. Die GDL wolle Druck auf die Bahn-Wettbewerber im Personenverkehr ausüben und bestreike dafür den Schienengüterverkehr der Deutschen Bahn. "Das versteht kein Mensch mehr", stellte Personalvorstand Ulrich Weber fest. "Genauso ärgerlich ist, dass die GDL ihre Zusage, alle Kunden frühzeitig zu informieren, erneut gebrochen hat", sagte der Bahnmanager. Die GDL hatte den Streik im Güterverkehr mit weniger als sieben Stunden Vorlauf angekündigt. Eigentlich hatte die Gewerkschaft eine Vorwarnzeit von mindestens zwölf Stunden zugesagt. Weber forderte die GDL auf, sofort an den Verhandlungstisch zurückzukehren.