Linke in Sachsen fordert Aufnahmeprogramm für bedrohte Afghanen
Die Linke im Sächsischen Landtag hat ein Programm zur Aufnahme von Menschen aus Afghanistan verlangt, die mit der Machtübernahme der militant-islamistischen Taliban bedroht sind. Die Abgeordnete Juliane Nagel forderte am Dienstag die Landesregierung auf, sich beim Bund für einen massiven Ausbau der Evakuierungsmaßnahmen einzusetzen und alle Ortskräfte in Sicherheit zu bringen. Aber auch Leute, die mit staatlichen und nichtstaatlichen Stellen zusammengearbeitet haben, sowie Künstler und Künstlerinnen oder Frauenrechtlerinnen müssten außer Gefahr gebracht werden.
Sachsens Innenministerium hatte am Montag darüber informiert, dass der Freistaat in den vergangenen Jahren bereits 67 Betroffene - Ortskräfte und Familienangehörige aufgenommen habe. In den vergangenen Tagen waren 9 Menschen dazugekommen, weitere 36 werden demnächst erwartet.