Letzte Chance auf echte Chemnitzer Kunst
Im Sporthochhaus an der Theaterstraße geht heute eine besondere Ausstellung zu Ende. Seit Wochen hatten zehn bekannte Künstler aus Chemnitz die leerstehenden Räume im Erdgeschoss in eine Galerie verwandelt.
Kreativer Protest
Der Anlass war die Ausrichtung des Kulturhauptstadt-Programms. Statt regionaler Kunst wird in erster Linie internationale gezeigt. Für die Chemnitzer Szene war das ein klares Signal – und ein Ansporn: Wir wollen sichtbar sein.
„Es war ein voller Erfolg“
Steffen Volmer zieht Bilanz: „Ja, das war meines Erachtens ein Erfolg auf ganzer Linie und der zentralen Lage auch unseres Engagements. Die Vereinsmitglieder haben ja hier auch Dienste geschoben, auf gut Deutsch gesagt, und es wurde viel geredet, viel geplaudert, informiert und es wurde auch verkauft. Es war ein voller Erfolg.“
Kunst mit Haltung
Auch Gregor Kozik war dabei: „Das war ja aus der Not entstanden, weil man muss sich ja mal wehren, wenn man so übergangen wird. Und die Kreativität, die haben wir ja aus dem Osten mitgenommen. Und die haben wir jetzt hier wieder voll ausgelebt, wie zu Clara-Mosch-Zeiten. Haben wir jetzt hier richtig als Künstlerkollektiv nochmal richtig aufgetrumpft. Das hat Spaß gemacht.“
Seit dem 16. April lief die Ausstellung Zehn Künstler aus dem Verein Kunst für Chemnitz präsentieren ihre Arbeiten. Mehr dazu erfahren Sie hier.