Leerer Supermarkt in Chemnitz wird zum Impfzentrum
Das Corona-Impfzentrum für Chemnitz wird in einem leerstehenden Netto-Markt an der Wilhelm-Raabe-Straße aufgebaut, das ist gegenüber vom ehemaligen Technischen Rathaus. Den Standort hatte das Gesundheitsministerium bisher geheim gehalten, aus Sorge vor möglichen Beschädigungen. Deshalb ist dort auch eine Security im Einsatz.
Insgesamt gibt es 13 solcher Impfzentren in Sachsen. Sie sollen im Januar in Betrieb gehen, wenn der Impfstoff da ist. In jeder Großstadt und in jedem Landkreis gebe es nun eine geeignete Liegenschaft sowie mindestens ein mobiles Impfteam, erklärte Gesundheitsministerin Petra Köpping am Dienstag in Dresden. Laut Köpping werden die Impfzentren in Dresden und Leipzig in der Messe eingerichtet, für den Landkreis Bautzen in der Sporthalle am Flughafen und für den Landkreis Meißen in der Sachsen-Arena in Riesa.
Laut Ministerin stehen für Sachsen bei den ersten Lieferungen rund 25 000 Impfdosen für Sachsen zur Verfügung. Sie verwies auf das Bundesgesundheitsministerium, wonach erste Impfstoffdosen Ende des Jahres zur Verfügung stehen könnten. „Der Beginn der Impfung ist für uns ein wichtiger Schritt, die Pandemie zu überwinden und wieder ins normale Leben zurückzufinden“, so die Ministerin.
Die Corona-Neuinfektionen nehmen in Sachsen unterdessen weiter stark zu. Die Sieben-Tages-Inzidenz - der Wert an Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche - kletterte auf 387,0. Das ist mit Abstand der höchste Wert aller Bundesländer.
