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Lebensretter-Medaille für Chemnitzer Polizisten

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Für die schnelle Evaku­ie­rung eines brennenden Wohnhauses sind zwei Chemnitzer Polizisten mit der Lebens­retter-Medaille des Freistaates geehrt worden. Das Gebäude an der Alten­dorfer Straße war im Februar in Flammen aufge­gangen, nachdem Brand­stifter einen Müllcon­tainer angezündet hatten. Witali Giesbrecht und sein Kollege Norbert Kindt rannten in das brennende Haus, traten Türen ein und rissen die Mieter aus dem Schlaf. Durch das beherzte Eingreifen der Beamten konnten alle 50 Hausbe­wohner gerettet werden. Die beiden Polizisten mussten später mit Rauch­gas­ver­gif­tung im Kranken­haus behan­delt werden. Alarmiert wurden die Beamten durch Anwohner Julian Deutschen­dorf, der den hellen Schein des Feuers bemerkte, unmit­telbar reagierte und durch sein engagiertes Handeln einige Bewohner aus dem Schlaf riss und so vor Schlim­merem bewahrte. Als Zeichen der Anerken­nung erhielt er eine Danke­sur­kunde der Stadt Chemnitz.„Leben retten, dazu gehört Mut, Verant­wor­tungs­ge­fühl und die richtige Entschei­dung in Sekunden. Das haben die zwei Polizisten bewiesen. Das war kein Routi­ne­e­in­satz. Sie haben richtig gehan­delt“, sagte Oberbür­ger­meis­terin Barbara Ludwig bei der Ehrung der beiden Polizisten mit dem Lebens­ret­ter­eh­ren­zei­chen des Freistaates Sachsen. Anwohner Julian Deutschen­dorf dankte Barbara Ludwig: „So mutig zu sein, hinzu­schauen und nicht wegzu­schauen. Darum geht es.“ Neben dieser Ehrung trugen sich Norbert Kindt, Witali Giesbrecht und Julian Deutschen­dorf in das Goldene Buch der Stadt ein.