• Foto: Redaktion

    Foto: Redaktion

Lange Haftstrafen für Rechtsextreme

Zuletzt aktualisiert:
Autor: dpa

Im Prozess gegen sechs mutmaßliche Mitglieder der rechtsextremen «Freien Kameradschaft Dresden» (FKD) hat das Landgericht Dresden am Freitag Haftstrafen zwischen zwei Jahren und zehn Monaten und sechs Jahren verhängt. Angeklagt waren fünf Männer zwischen 25 und 31 Jahren sowie eine sowie eine 29 Jahre alte Frau, die die geringste Strafe erhielt. Die Verurteilten standen wegen Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung, schwerem Landfriedensbruch, gefährlicher Körperverletzung und Sprengstoffexplosionen seit fast zweieinhalb Jahren vor Gericht.

Die FKD hatte sich 2015 gegründet. Immer wieder kam es zu Gewalttaten gegenüber Ausländern, Andersdenkenden und auch Polizisten. Laut Anklage beteiligten sich die Beschuldigten im August 2015 an Krawallen vor einer Flüchtlingsunterkunft in Heidenau und an weiteren Angriffen auf Ausländer.

Auch für den Überfall auf ein linksalternatives Dresdner Wohnprojekt werden die Rechtsextremen verantwortlich gemacht. In anderen Prozessen wurden bereits fünf Angeklagte als Mitglieder der FKD verurteilt. Zur jetzigen Urteilsverkündung hat das Gericht erhöhte Sicherheitsvorkehrungen angekündigt.