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2G im Einzelhandel - Sachsen verschärft Corona-Regeln

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Vor dem Hintergrund steil ansteigender Infektionszahlen verschärft Sachsen erneut seine Corona-Regeln. Bereits ab Montag soll eine neue Schutzverordnung gelten, die das Kabinett am Dienstag vorgestellt hat. In erster Linie geht es um eine Reduzierung von Kontakten und mehr Tests.

Wird ab Freitag wie erwartet die Überlastungsstufe erreicht, soll ab Montag die 2G-Regel für den Einzelhandel gelten. Ausgenommen sind Läden der Grundversorgung, wie zum Beispiel Supermärkte und Apotheken. Baumärkte gehören nicht dazu. Am Arbeitsplatz ist die 3G-Regel geplant. Für Besucher und Beschäftigte in besonders gefährdeten Einrichtungen soll es künftig eine generelle Testpflicht geben. Das gilt zum Beispiel für Pflegeheime und Krankenhäuser, sagte Sozialministerin Petra Köpping (SPD).

Für Freizeit-, Kultur- und Sportveranstaltungen ist eine 2G-plus-Option vorgesehen. Zutritt gibt es dann nur für Geimpfte und Genesene, die zusätzlich einen tagesaktuellen Test vorlegen müssen. Für Weihnachtsmärkte soll es auf Drängen der Städte und Gemeinden eine Ausnahmeregelung mit strengen Hygienevorschriften geben. So ist in den Verweilbereichen 2G vorgesehen.

Wer mit dem öffentlichen Nahverkehr fährt, muss eine FFP2-Maske tragen. Jeder Landkreis kann die Regeln selbst verschärfen und muss dazu nicht auf eine neue Verordnung warten.

Ziel müsse es sein, die Kontakte zu reduzieren - um 60 Prozent, betonte Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD). Köpping und Dulig räumten ein, dass man noch nicht alles abschließend regeln könne, weil es noch Beratungen im Bund gebe. Man wolle aber alle Möglichkeiten des neuen Infektionsschutzgesetzes ausnutzen.

Die Eckpunkte der Corona-Schutzverordnung sollen nun zur Anhörung kommen und am Freitag vom Kabinett endgültig beschlossen werden. Die Verordnung soll dann vom 22. November bis 20. Dezember gelten.

„Unser Ziel muss es sein, die Kontakte zu minimieren. Mindesten 60 Prozent unserer Kontakte müssen wegfallen, damit wir halbwegs das Ziel erreichen können, diese Welle zu brechen“, sagte Dulig. Köpping und Dulig räumten ein, dass man noch nicht alles abschließend regeln könne, weil es noch Beratungen im Bund gebe. Man wolle aber alle Möglichkeiten des neuen Infektionsschutzgesetzes nutzen.

Schülerinnen und Schüler sollen bis zu den Weihnachtsferien weiter dreimal pro Woche getestet werden, stellte Kultusminister Christian Piwarz (CDU) klar. Das ermögliche einen genauen Überblick über das Infektionsgeschehen an den einzelnen Schulen. „Wir haben immer sehr deutlich gesagt, wir wollen keine flächendeckenden Schließungen mehr haben“, sagte der Minister.