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KUH-ddelmuddel bremst zehn Züge aus

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Ob sie das ewige Wiederkäuen der gefleckten Kameraden satt hatten? Kein gescheites Muh bringen sie heraus, malmen immer nur vor sich hin. Oder hatten sie das Gefühl, dass der Schlachter schon die Messer wetzt? Vielleicht wollten sie auch einfach nur auf coole Kuh machen. Kuh-lifornia Dreaming sozusagen
Was auch immer sie geritten hat: Im Erzgebirge machten zwei Kühe die Fliege, entschieden sich spontan für eine Gleiswanderung – und lösten ein kolossales KUH-ddelmuddel bei der Bahn aus.

Endstation Gleisbett

Lange ging der tierische Roadtrip allerdings nicht gut – kurz hinter Dittersdorf endete der Ausflug an einer Eisenbahnbrücke der Strecke Chemnitz - Aue. Um 5:45 Uhr meldete die Leitstelle der Citybahn die beiden ungewöhnlichen Passagiere.

 Kühe kamen mit dem Schrecken davon

Die Bundespolizeiinspektion Chemnitz schickte sofort eine Streife. Die Bahn reagierte prompt und sperrte die Verbindung. Parallel dazu wurden eine Tierärztin und der zuständige Landwirt informiert.
Vor Ort untersuchte die Veterinärin die Tierchen – und hob den Daumen: Keine Knochen gebrochen, keine blutenden Wunden. Nur ein bisschen beleidigte Leberwurst im Blick.

Hilfe naht auf vier Rädern

Für den Rücktransport der Ausreißer brachte der Landwirt schweres Gerät mit – einen Radlader. Mit dem konnten die Kühe aus ihrer misslichen Lage gehievt, verladen und wieder auf die Weide gefahren werden.

Zehn Züge wurden ausgebremst

Währenddessen musste die Bahn zehn Züge komplett streichen. Ein weiterer rollte mit 45 Minuten Verspätung durchs Erzgebirge. Die Strecke wurde nach der erfolgreichen Räumung wieder freigegeben. Die Kühe überstanden das Abenteuer unversehrt.