Kritik an verspäteter Einführung des Bildungstickets

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Zum neuen Schuljahr 2020/2021 sollte eigentlich in Sachsen das Bildungsticket für Schüler starten.  Daraus wird nun nichts.  „Wir haben uns noch nicht mit den Geschäftsführern der Zweckverbünde über eine Einführung eines Bildungstickets einigen können",  sagte Verkehrsminister Martin Dulig.

Die Sächsische Zeitung hatte zuvor berichtet, dass man sich über die Kosten streitet. Der Freistaat strebt demnach einen Monatspreis von 20 Euro für das ganztägig gültige Ticket an. Die Verbünde bezifferten die Kosten mit bis zu 69 Euro und fordern die Erstattung der Differenz.   

Nun wird weiter verhandelt. Und der Druck ist groß. Denn nicht nur vom Landesschülerrat hagelt es Kritik: Linke-Politiker werfen der Koalition Versagen vor, AfD-Chef Jörg Urban sprach von nicht gehaltenen Wahlversprechen. "Das Bildungsticket muss so schnell wie möglich ‎kommen", forderte auch die Vorstandssprecherin der Grünen, Christin Furtenbacher. Schüler sowie Landkreise und Kommunen bräuchten dringend Planungssicherheit.