Kripo ermittelt nach Brand in Asylbewerberheim
Nach dem Feuer im Asylbewerberheim in Kappel laufen die Ermittlungen zur genauen Ursache. Nach ersten Erkenntnissen war gestern eine Matratze in Brand geraten, die Flammen griffen auf das Mobiliar über. 30 Bewohner mußten von der Feuerwehr zum Teil über Drehleitern evakuiert werden. Der Brand war nach kurzer Zeit gelöscht. Eine vierköpfige Familie aus dem Kosovo und zwei tunesische Asylbewerber kamen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus. Nach dem Brand sind acht Wohnungen des Heims nicht mehr nutzbar, für die etwa 40 Bewohner wurden andere Unterkünfte bereitgestellt. Zur Höhe des Sachschadens liegen der Polizei noch keine Angaben vor. Die Ermittlungen zur Brandursache haben Spezialisten der Kriminalpolizei aufgenommen. Der Brand ist im Gebäude ohne Einwirkung von außen ausgebrochen. Ein Brandanschlag ist auszuschließen. Im Einsatz waren die Berufsfeuerwehr Chemnitz sowie die Freiwilligen Feuerwehr Altchemnitz und Stelzendorf mit knapp 40 Rettungskräften. Etwa zwei Stunden später musste die Feuerwehr erneut ausrücken - wegen starker Rauchentwicklung im Asylbewerberheim an der Altendorfer Straße. Der Rauch stammte jedoch lediglich von angebranntem Essen.