• Foto: Redaktion

Kriminalität in Chemnitz geht leicht zurück

Zuletzt aktualisiert:

Die Kriminalität in Chemnitz ist im vergangenen Jahr leicht zurückgegangen. Nach der am Donnerstag vorgestellten Polizeistatistik gab es 6,7 Prozent weniger Straftaten als im Vorjahr. Vor allem die Zahl der Diebstähle ging deutlich zurück - um mehr als 1.200 Fälle. Auch bei der Straßenkriminalität wurden weniger Delikte registriert. Sie bleibt aber trotzdem in etwa auf dem Niveau des Vorjahres.

„Statistisch gesehen ist es im Bereich der Polizeidirektion Chemnitz sicherer geworden" sagt Polizeipräsidentin Sonja Penzel. "Demgegenüber äußern die Chemnitzer jedoch ein sinkendes Sicherheitsgefühl. Dies gilt es ernst zu nehmen. Konkret müssen wir noch präsenter sein und Bürgern das Vertrauen geben, dass die Polizei für sie da ist.“

Trotz des allgemeinen Rückgangs bei Straftaten gab es 2018 auch einen Anstieg, und zwar bei den Wohnungseinbrüchen. Die Zahl der Fälle erhöhte sich um etwa 200. Am meisten betroffen waren der Kaßberg, der Sonnenberg und das Zentrum.

„Dieses Deliktsfeld ist und bleibt ein Schwerpunkt der polizeilichen Arbeit" so die Chemnitzer Polizeipräsidentin. "Neben Tätern aus der Region sind hier aber immer wieder überregional agierende Tätergruppen aktiv. Die Ermittlungsgruppe „Eurasien“ der Chemnitzer Kriminalpolizei bearbeitet vorrangig Fälle, die mutmaßlich von solchen Tätergruppen begangen wurden."

Durch diese konzentrierte Bearbeitung konnten beispielsweise im Mai 2018 mehrere Tatverdächtige ermittelt und festgenommen werden. Derzeit ermitteln die Kriminalisten intensiv zu einem im Dezember festgenommenen Mann, auf dessen Konto wahrscheinlich mehrere Dutzend Einbrüche in Chemnitz gehen.