Kretschmer für Impfungen an Schulen

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Ministerpräsident Michael Kretschmer hält das Impfen an Schulen für richtig. Der CDU-Politiker reagierte damit auf Forderungen von Landeselternrat, Kinder- und Jugendärzteverband sowie AfD, das Thema aus den Schulen herauszulassen.

Im Interview mit unserem Sender sagte der Regierungschef am Mittwoch, es gebe keinen Impfzwang. Vielmehr gehe es darum, niederschwellige Angebote zu unterbreiten. Die Impf-Entscheidung träfen selbstverständlich die Familien, auf die Schüler werde kein Druck ausgeübt: „Ich habe absolutes Vertrauen in die Lehrerinnen und Lehrer und die Direktorinnen und Direktoren, dass sie den Prozess so organisieren, dass es ein Angebot ist, was wir unterbreiten und dass diejenigen, die möchten, unkompliziert an ihre Impfung kommen."

Kretschmer verteidigte zudem den Beschluss im Bund, Coronatests künftig nicht mehr kostenlos anzubieten. „Wir bezahlen pro Monat als Deutschland eine Milliarde Euro für kostenlose Schnelltests. Das können und müssen wir uns nicht leisten.“

Der Ministerpräsident wies in dem Zusammenhang persönliche Angriffe der AfD zurück. Fraktionschef Urban hatte am Dienstag erklärt, der geplante Wegfall der kostenlosen Tests käme einer Impfpflicht durch die Hintertür gleich. Dabei habe Kretschmer vor einem Jahr betont, es werde keine Impfpflicht geben. Kretschmer: „Dies ist ein weiterer Beweis für die Bösartigkeit der AfD, die Dinge verdreht und auch in einen falschen Zusammenhang rückt.“

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Interview mit Michael Kretschmer