Kosten für Polizeieinsatz am 5. März noch immer unklar
Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig hat die Polizei aufgefordert, die Kosten für den Polizeieinsatz am 5. März offenzulegen. Am Jahrestag der Bombardierung hatten 1.400 Beamte eine Neonazi-Demo in der Innenstadt abgesichert. Dieses Großaufgebot werde auch von denjenigen Chemnitzern bezahlt, die sich an diesem Tag den Rechten entgegengestellt hatten, so das Stadtoberhaupt. Bisher hat die Polizei noch keine Angaben zu den Kosten gemacht. Die Einsatzauswertung sei noch nicht abgeschlossen, sagte eine Sprecherin. Morgen gibt es im Haus Spektrum am Kaßberg eine öffentliche Anhörung zu den Ereignissen am 5. März. Das Bürgerbündnis hat alle Akteure eingeladen, ihre Erlebnisse in der Chemnitzer Innenstadt zu schildern. Dabei sollen auch die Übergriffe auf Gegendemonstranten und unbeteiligte Passanten thematisiert werden. In der Diskussionsrunde sollen auch Vertreter der Stadt und der Polizei zu Wort kommen. Das Rathaus schickt Ordnungsbürgermeister Miko Runkel zu der Veranstaltung, auch Sozialbürgermeisterin Heidemarie Lüth wird teilnehmen. Die Oberbürgermeisterin hofft, daß auch die Polizei im Haus Spektrum dabei ist. Es sei besser, miteinander zu reden statt übereinander, so Barabara Ludwig. Sie hat alle Akteure des 5. März sowie Gewerkschaften und Kirchen zu einem Gespräch eingeladen. Dort soll beraten werden, wie der Bürgerprotest künftig besser organisiert werden kann.