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Knapp 1.300 Geflüchtete im Oktober in Sachsen aufgegriffen

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Immer mehr Menschen reisen in diesen Tagen unerlaubt nach Deutschland ein. Die Bundespolizei habe seit Anfang Oktober knapp 1.300 Menschen an der sächsisch-polnischen Grenze in Gewahrsam genommen und sie anschließend einer Erstaufnahmeeinrichtung im Freistaat übergeben. Eine Entspannung der Lage zeichnet sich derzeit nicht ab - so ein Sprecher.

Hintergrund der vermehrten Grenzübertritte sind Spannungen zwischen der EU und dem Weißrussischen Machthaber Lukaschenko. Über die Drehscheibe Minsk werden täglich hunderte Flüchtlinge auf den Weg in Richtung Deutschland geschickt. Die Betroffenen stammen vor allem aus dem Irak, Syrien, Jemen und Afghanistan stammen, hieß es weiter.

Nach Angaben des Bundespolizeipräsidiums in Potsdam waren im Oktober insgesamt 4246 illegal eingereiste Menschen an der deutsch-polnischen Grenze von Mecklenburg-Vorpommern über Brandenburg bis Sachsen festgestellt worden. „Eine Entspannung der Lage zeichnet sich derzeit nicht ab“, hatte das Präsidium am Montag mitgeteilt.

Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko hatte im Frühjahr als Reaktion auf westliche Sanktionen erklärt, er werde Migranten auf dem Weg in die Europäische Union nicht mehr aufhalten. Die Zahl irregulärer Grenzübertritte an den EU-Außengrenzen zu Belarus sowie an der deutsch-polnischen Grenze nimmt seitdem zu. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) wollte das Problem am Dienstagnachmittag bei einem Gespräch mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in Brüssel ansprechen.