Klinikum kann aufgeschobene Operationen nachholen
Am Chemnitzer Klinikum hat sich die Corona-Lage leicht entspannt, so dass jetzt auch aufgeschobene Operationen nachgeholt werden können. Sowohl die Intensivstation als auch alle anderen Bereiche nehmen wieder Patienten auf. Von einem Normalbetrieb sei man aber noch weit entfernt, sagte Klinikchef Dirk Balster.
„Wir können unsere Leistungen nur in dem Maße steigern, dass wir uns bei wieder steigenden Infektions- und Patientenzahlen nicht überheben“, so Balster weiter. Trotz sinkender Infektionszahlen werden viele Kapazitäten weiterhin durch eine hohe Anzahl von COVID-19-Patienten in Anspruch genommen. Derzeit sind es am 114, davon liegen 34 auf der Intensivstation.
Die Behandlung und Pflege der Corona-Patienten bindet viel mehr Ressourcen als bei nichtinfektiösen ITS-Patienten. Das wird noch eine Weile so bleiben, da intensivpflichtige, beatmete Patienten in der Regel mehrere Wochen im Krankenhaus liegen. Hinzu kommt, dass bei den COVID-19-Patienten auf Normalstation sich jederzeit schlagartig der Zustand derart verschlechtern kann, dass sie intensivpflichtig werden.
„Diese plötzliche Verschlechterung erleben wir bei der Erkrankung nicht selten“, sagt Dr. med. Thomas Grünewald, Leiter der Klinik für Infektions- und Tropenmedizin. Für diese Fälle müsse Kapazität im ITS-Bereich vorhanden sein.