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Kita-Eltern und Streik-Erzieher demonstrieren uneins vorm Rathaus

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Eine Demons­tra­tion auf dem Haupt­markt in Zwickau hat am Donners­tag­nach­mittag das ganze Dilemma des Kita-Dauer­streiks aufge­zeigt. Etwa 150 Mütter und Väter – viele hatten ihre kleinen Kinder dabei – forderten ein sofor­tiges Ende des Arbeits­kampfes. Sie waren einem Facebook-Aufruf gefolgt.

Kurz nach Beginn der Anti-Streik-Demo zogen unter Führung der Gewerk­schaft Verdi ebenso etwa 150 Erzie­he­rinnen vors Rathaus und hielten zunächst Abstand zu den Demo-Eltern. Nur zöger­lich vereinte sich der Pulk. Die Meinungen blieben jedoch verschieden. Verdi verlangt von den Arbeit­ge­bern ein verhand­lungs­fä­higes Angebot.

Unter­dessen wurde bekannt, dass 26 Erzie­he­rinnen in Zwickau, die nicht streiken wollen, derzeit von der Stadt in Parks und auf Fried­höfen einge­setzt werden, damit sie weiter ihr Gehalt bekommen. Denn nur Verdi-Mitglie­dern steht Streik­geld zu.

Ob diese Frauen nicht besser in der Notbe­treuung einge­setzt werden könnten, darüber will Oberbür­ger­meis­terin Pia Findeiß mit der Gewerk­schaft am Freitag verhan­deln. Doch die hat schon signa­li­siert, das Gesprächs­an­gebot nicht anzunehmen.

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Demons­trie­rende Eltern