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Kindesentführungen in Paunsdorf: Täter wohl schuldunfähig

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Im Oktober letzten Jahres hatte ein Mann in Leipzig-Paunsdorf versucht drei Kinder zu entführen und eines davon zu missbrauchen. Wie die Staatsanwaltschaft mitgeteilt hat, sind die Ermittlungen nun abgeschlossen. Demnach hat ein Gutachten ergeben, dass der 42-Jährige mutmaßliche Täter bei den Taten wohl schuldunfähig war. Er soll an einer rauschmittelbedingten krankhaften Störung leiden.

Laut Staatsanwaltschaft ist der Mann deshalb bereits seit Ende Januar nicht mehr in U-Haft, sondern in einem psychiatrischen Krankenhaus. Das Amtsgericht Leipzig soll nun klären, ob er bei den Taten tatsächlich schuldunfähig war und ob er dauerhaft in einer Fachklinik untergebracht wird.

Der 42-Jährige soll am 6. Oktober 2020 versucht haben, zwei Mädchen zu entführen - am helllichten Tag, im Beisein der Eltern und Passanten. Wegen des energischen Verhaltens der Anwesenden waren die Entführungen gescheitert. Anschließend hatte der Mann eine Siebenjährige, die alleine auf dem Weg zur Grundschule war, bedrängt. Beim Versuch, an dem Mädchen sexuelle Handlungen vorzunehmen, habe es sich erheblich gewehrt und der Mann flüchtete, hatte die Polizei berichtet. Stunden später wurde er in einem nahegelegenen Wäldchen gefasst. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft schweigt er seitdem zu den Vorwürfen.