Keine Hinweise auf sexuelle Belästigung in Chemnitz
Den tödlichen Messerstichen gegen einen 35-Jährigen am Rande des Chemnitzer Stadtfestes ist kein sexueller Übergriff auf eine Frau vorausgegangen. Das sagte Landespolizeipräsident Jürgen Georgie am Dienstag. Im Internet hatten entsprechende Gerüchte die Stimmung in Chemnitz angeheizt. Es habe einen Streit zwischen zwei Männergruppen gegeben, in dessen Verlauf schließlich Messer eingesetzt worden seien, sagte Georgie. Der 35 Jahre alte Deutsche starb, zwei weitere Männer wurden schwer verletzt. Wir haben mit mehreren Bekannten des Opfers gesprochen. Sie alle sagten übereinstimmend, dass Daniel H. nicht gewollt hätte, dass sein Tod so instrumentalisiert wird, dass es noch Ausschreitungen gibt. Sie wollten allerdings unerkannt bleiben, um nicht selbst Zielscheibe rechter Angriffe zu werden. Als Tatverdächtige wurde ein Iraker und ein Syrer in U-Haft genommen.