Keine Einigung in Sachsens Metall-Tarifrunde

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Bei den Tarifverhandlungen für Sachsens Metall- und Elektroindustrie hat auch die vierte Runde keine Einigung gebracht. Die IG Metall kündigte deshalb neue Warnstreiks an. Die Verhandlungspartner hatten sich am Montag in Chemnitz getroffen.

Knackpunkt ist offensichtlich das von der Gewerkschaft geforderte tarifliche Angleichungsgeld. Die Forderung sei wegen der längeren Wochenarbeitszeit von 38 statt 35 Stunden bewusst nur in Sachsen und Berlin-Brandenburg erhoben worden, so die IG Metall. Daher seien die Pilot-Übernahmen in anderen Tarifgebieten keine Referenz.

In Sachsen-Anhalt etwa hatten sich die Metall- und Elektroindustrie und die Gewerkschaft vorige Woche auf eine Übernahme des Pilotabschlusses aus Nordrhein-Westfalen geeinigt. Der Verband der Sächsischen Metall- und Elektroindustrie verwies dagegen auf die erzielten Einigungen in anderen ostdeutschen Bundesländern und mahnte auch für Sachsen die Übernahme des Pilotabschlusses an. Die über das Bundesergebnis hinausgehende Forderung eines Angleichungsgeldes werde weiter abgelehnt, hieß es. (mit dpa)