++ EIL ++

Keine 30.000 Demonstranten bei Pegida

Zuletzt aktualisiert:

Ein Auftritt des nieder­län­di­schen Rechts­po­pu­listen Geert Wilders hat der islam­kri­ti­schen Pegida-Bewegung in Dresden nicht den erhofften Zulauf beschert. Mit geschätzt etwa 10 000 Teilneh­mern blieb die Kundge­bung am Montag­abend weit hinter den Erwar­tungen der Veran­stalter zurück. Pegida hatte bis zu 30 000 Demons­tranten angemeldet. Zuvor hatten etwa 3.000 Menschen unter dem Motto „Vielfalt statt Einfalt“ mit einem Stern­lauf gegen Fremden­feind­lich­keit und für eine weltof­fene Stadt demons­triert. Laut Polizei, die mit rund 1000 Beamten im Einsatz war, verliefen sämtliche Kundge­bungen fried­lich. Nach einer 25-minütigen, wenig mitrei­ßenden Rede verließ Wilders die Bühne in der Flutrinne der Elbestadt und wurde in einer Wagen­ko­lonne zurück zum Flughafen gebracht. Der 51-Jährige Holländer hatte mit seiner Partei für die Freiheit bei den letzten Wahlen in den Nieder­landen jeweils Schlappen erlitten. Auch die Zahl der Pegida-Demons­tranten war in den vergan­genen Monaten rückläufig. Am kommenden Montag wollen die Islam­kri­tiker ihren sogenannten „Abend­spa­zier­gang“ aussetzen - aus organi­sa­to­ri­schen Gründen, wie es hieß. Der Grünen-Bundes­vor­sit­zende Cem Özdemir rief die demokra­ti­schen Parteien auf, gegen Pegida zusam­men­zu­stehen. Die Einla­dung Wilders' mache deutlich, dass diese versuchten, sich in Europa zu vernetzten, sagte er bei einer der Gegen­kund­ge­bung in Dresden der Deutschen Presse-Agentur.