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Kaufhof Chemnitz droht Schließung

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Im Chemnitzer Kaufhof bangen rund 120 Mitarbeiter um ihre Jobs. In dieser Woche entscheidet sich, ob das Kaufhaus zu den Filialen gehört, die schließen müssen. Die Anspannung bei den Beschäftigen sei groß, sagte uns Andrea Busch von der Gewerkschaft Verdi. Sie kämpft für die Belegschaft und bekommt dabei auch Unterstützung von der Stadt und der IHK. „Wir sitzen alle wie auf Kohlen. Die Entscheidung kann quasi jeden Tag fallen“ so die Gewerschafterin.

Bis Montag muss Karstadt-Kaufhof ein Sanierungskonzept vorlegen. Dann wird auch bekannt gegeben, von welchen Standorten sich der Konzern trennt. „Momentan laufen die Verhandlungen noch“, erklärt Busch weiter. Dabei geht es auch um die Zukunft der Beschäftigten in den von Schließung betroffenen Filialen. „Viele arbeiten seit 30 oder 40 Jahren in dem Einkaufstempel. Jetzt wissen sie nicht, wie es weitergeht.“

Eine Schließung des Chemnitzer Kaufhofs hätte nach Ansicht von Verdi dramatische Folgen für die gesamte Innenstadt. Einzelhandel und Gastronomie würden darunter leiden, denn der Kaufhof ist neben der Galerie Roter Turm der größte Anziehungspunkt im Herzen von Chemnitz. Das gläserne Kaufhaus war 2001 eröffnet worden. Entworfen hat es der Star-Architekt Helmut Jahn. Es galt damals als das modernste Warenhaus Europas.