Kampf um die Lausitz-Millionen
Um die Lausitz-Millionen ist ein Kampf entbrannt. Bürgermeister aus dem Revier befürchten, dass Gelder aus dem Strukturstärkungsgesetz in den Speckgürtel von Dresden fließen, zum Beispiel für den Ausbau eines Kulturhauses oder den Bau eines Parkhauses. Das wurde gestern auf einer Lausitz-Konferenz in Hoyerswerda deutlich. Die Metropolregionen seien wichtig, sie dürften aber nicht mit den Kohle-Millionen gefördert werden, sagte uns Christine Herntier, Sprecherin der Lausitzrunde.
Zusammenhalt in der Lausitz stärken
Eine Lausitz-Kommission soll eingesetzt werden. „Es geht darum, dass wir uns Sach- und Fachverstand aus der Region holen“, erläuterte Herntier. Die Mitglieder sollen den Prozess der Projektauswahl begleiten und prüfen, ob die Mittel sinnvoll für das Lausitzer Revier eingesetzt werden, für neue Arbeitsplätze, bessere Lebensbedingungen und eine moderne Infrastruktur. Dabei ist für die Sprecherin der Lausitzrunde und Spremberger Bürgermeisterin wichtig, dass die Vorhaben dazu beitragen, den Zusammenhalt in der Lausitz zu stärken.
„Zweite Welle vermeiden“
Die Konferenz in Hoyerswerda stand unter dem Titel „Die zweite Welle vermeiden“. Kurz nach der Wende erlebte die Lausitz einen schmerzhaften Strukturbruch. 90.000 Jobs gingen verloren. Zehntausende Lausitzer wanderten ab. Das dürfe sich nicht wiederholen, so die Konferenzteilnehmer.
Die Mitglieder der Lausitz-Kommission:
Manuela Kohlbacher, Kreative Lausitz, Kompetenzzentrum Forst,
Marco Bedrich, DGB Regionsgeschäftsführer,
Christine Herntier, Bürgermeisterin Spremberg,
Torsten Pötzsch, Oberbürgermeister Weißwasser,
Katrin Bartsch, Mitglied Vorstand WiL
Marco Bayer, Vorstand Pro Lausitz e.V,
Jan Hinrich Glahr, Bundesverband WindEnergie,
Prof. Dr. Peter Schierack, B-TU Cottbus-Senftenberg,
Tristan Mühl, Bürgermeister von Krauschwitz,
Dr. Johannes Staemmler, Forschungsgruppenleiter IASS Potsdam.