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Kamenzer Forstfest geadelt: Immaterielles Kulturerbe

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 Kamenz hat es geschafft. Das Forstfest ist Immaterielles Kulturerbe. Die Kulturministerkonferenz entschied heute, die traditionsreiche Veranstaltung in das bundesweite Verzeichnis aufzunehmen. Ausschlaggebend dafür war, dass es sich beim Kamenzer Forstfest um eine eigenständige Kulturform handelt. Sie sei identitätsstiftend und werde von Generation zu Generation weitergegeben, so Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch. Das Fest sei seit über 300 Jahren eine ganz besondere und lebendige Tradition im Freistaat.

Das Kamenzer Forstfest findet stets in der Bartholomäuswoche im August statt. An den Umzügen beteiligen sich rund 1.500 Mädchen und Jungen der Kamenzer Schulen. Sie sind traditionell in Weiß gekleidet   Nach einer Sage zogen 1431 die Kinder weiß gekleidet vor die Tore der Stadt, um sie an die Hussiten zu übergeben und die Zerstörung zu verhindern.

Das Kamenzer Forstfest zieht jedes Jahr bis zu 50.000 Gäste an. Es ist damit eines der größten Schul- und Heimatfeste in Sachsen Im vorigen Jahr musste es coronabedingt ausfallen. Das hatte es zuvor 1953 das letzte Mal gegeben.

Audio:

Oberbürgermeister Roland Dantz mit einer ersten Reaktion
Der Kamenzer Oberbürgermeister Roland Dantz zur Forstfestlegende