++ EIL ++

Jugendher­bergsverband bietet Unterbringung von Flüchtlingen an

Zuletzt aktualisiert:

Für die Unter­brin­gung von Flücht­lingen hat der sächsi­sche Jugend­her­bergs­ver­bands dem Freistaat drei Gebäude angeboten. Dort gebe es Platz für bis zu 300 Menschen, sagte der Vorstands­vor­sit­zende Thomas Müller. Sollte das Land auf dieses Angebot zurück­greifen, würde der Verband bevor­zugen, dass die Gebäude ausschlie­ß­lich von Asylbe­wer­bern genutzt werden. Aller­dings sei auch eine Misch­be­le­gung mit Touristen möglich. „Und da es jeweils nur einen Speise­saal gibt, ließe sich eine Begeg­nung gar nicht vermeiden“, sagte Müller.  Der Verbands­chef bezeich­nete die als „integra­tiven Prozess“, der sich schon allein räumlich nicht umgehen lasse. In einem Gäste­haus seiner Organi­sa­tion in Dresden seien bereits zehn minder­jäh­rige Syrer unter­ge­bracht, die ohne Angehö­rige nach Deutsch­land geflüchtet seien. „Die Kinder und Jugend­li­chen leben dort auch mit anderen Gästen und integrieren sich prima“, schil­derte Müller. „Ihre Anwesen­heit ist ganz normal und fällt überhaupt nicht auf.“  In Sachsen gibt es insge­samt 34 Jugend­her­bergen mit 4.161 Schlaf­plätzen. Bereits vor Wochen hatte die Staats­re­gie­rung bei Müller angefragt, ob angesichts der hohen Flücht­lings­zahl auch einige Herbergen des Verbands als befris­tete Notun­ter­kunft zur Verfü­gung stünden. „Wir verschließen uns dieser Thematik in keiner Weise“, sagte Müller. Zwar habe sich die Regie­rung bisher nicht wieder gemeldet. Sollte das aber der Fall sein, stünden die angebo­tenen Gebäude zur Verfü­gung.(dpa)