Jäger im Kreis Görlitz kritisieren Bürokratie
Jäger im Kreis Görlitz sind stinksauer. Sie sollen an vorderster Front gegen die Afrikanische Schweinepest kämpfen, also möglichst viele Wildschweine schießen. Aber sie werden ausgebremst. Für Ärger sorgt nach wie vor eine Verordnung des Landes, die vor einem halben Jahr vom Sozialministerium erlassen wurde.
Die Jäger in der Oberlausitz müssen von jedem erlegten Tier eine Blutprobe nehmen und einschicken. Dann warten sie oft tagelang auf das Ergebnis warten. Sie können die Tiere in dieser Zeit nicht verkaufen, sondern müssen sie in Kühlzellen aufbewahren. Das verursacht Kosten.
Jäger Marco Broda fordert, dass sich der zuständige Landesminister für eine rasche Änderung der Verordnung einsetzt. Auch müsse die Frage der Entschädigung geklärt werden. Gern würde er wieder auf die Jagd gehen. Aber er hat ein Problem: „Ich habe in den letzten Tagen acht Stück Schwarzwild geschossen. Sie hängen noch immer in der Kühlung. Ich warte auf das Ergebnis der Proben“.
Wir haben eine Anfrage beim Sächsischen Sozialministerium in Dresden gestellt. Die Antwort steht aus.