Insolvenz soll CFC von allen Schulden befreien
Der CFC ist wirtschaftlich am Ende: mehr als zweieinhalb Millionen Euro an Schulden hat der Verein inzwischen wieder angehäuft, das Darlehen des Energieversorgers eins noch nicht mitgerechnet. Der Insolvenzantrag war laut Club der einzige Ausweg, hieß es Dienstagnachmittag auf einer Pressekonferenz. Den Rucksack der Vergangenheit habe man nicht ablegen können, sagte uns Vorstandschef Andreas Georgi. Wo das Geld geblieben ist, weiß auch er nicht. Die Frage sei schwierig, genauso wie die gesamte Situation, sagte Georgi unserem Sender. Der alte Vorstand sei von den Vereinsmitgliedern entlastet und teilweise auch nicht entlastet worden. Hier müssten sicherlich noch einige Dinge aufgearbeitet werden. Sportlich gesehen wurde der 18. Tabellenplatz als Ziel ausgegeben. Der Verein plant jetzt sowohl für die dritte als auch die vierte Liga. Der CFC darf trotz Insolvenzantrag vorerst weiterhin im neugebauten Stadion an der Gellertstraße spielen. Das hat die Stadt dem Verein zugesichert. Die Pacht sei immer pünktlich gezahlt worden, hieß es aus dem Rathaus. Derzeit sind noch 16.000 Euro offen. Man sei dazu in Gesprächen mit der Stadtverwaltung, sagte uns der CFC-Aufsichtsratsvorsitzende Uwe Bauch. Er geht auch davon aus, dass die Pacht in der vierten Liga niedriger ist. Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig bedauert, dass der CFC trotz aller Bemühungen einen Insolvenzantrag stellen musste. Alle Maßnahmen und die finanzielle Unterstützung der Stadt haben offensichtlich nicht ausgereicht, um die wirtschaftliche Basis zu sichern, sagte Ludwig. Sie forderte den Verein auf, die Insolvenz als Chance für einen Neuanfang zu nutzen. Konkrete Auswirkungen auf die Stadt müssten noch geprüft werden.