• Claus Kelln­berger

    Claus Kelln­berger

Innenstadt-Investor kehrt Chemnitz den Rücken

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Innen­stadt-Investor Claus Kelln­berger wird sich Ende des Jahres aus Chemnitz zurück­ziehen. Das kündigte der 71-jährige Regens­burger gestern gegen­über unserem Sender an. Als Grund nannte er den andau­ernden Streit mit der Stadt um die Bebauung des Conti-Lochs.

Dieses gehört Kelln­berger zwar inzwi­schen, bei der Reali­sie­rung seiner Baupläne werde er aber von der Stadt immer wieder hinge­halten. "So geht man nicht mit einem Großin­vestor um", wetterte Kelln­berger, der hofft, dass der Bebau­ungs­plan jetzt im vierten Anlauf vielleicht doch abgesegnet wird.

Vor allem Baubür­ger­meis­terin Petra Wesseler blockiert seiner Ansicht nach das Projekt. Auf diesen Nerven­krieg habe er keine Lust mehr: "Das alles ist auch gesund­heit­lich für mich sehr anstren­gend", sagt der der 71-Jährige. Deshalb werde er sein Engage­ment in Chemnitz zurück­fahren und sich künftig vermehrt Projekten in seiner Heimat­stadt widmen.

Baubür­ger­meis­terin Petra Wesseler wider­sprach den Aussagen Kelln­ber­gers. Der Bebau­ungs­plan für das Conti-Loch sei bereits vor zwei Monaten abgesegnet worden, dabei seien auch die Änderungs­wün­sche des Inves­tors berück­sich­tigt worden.

"Kelln­berger kann theore­tisch schon einen Bauan­trag für sein Projekt stellen" konterte Wesseler. Sie geht von einem Missver­ständnis aus. "Die Türen im Rathaus stehen für Herrn Kelln­berger jeder­zeit offen."

Kelln­berger hat in den vergan­genen Jahren viel in die Chemnitzer City inves­tiert. Dem Regens­burger gehören unter anderem die Ermafa-Passage, die Rosenhof-Arkaden, das Terminal 3 und das RAWEMA-Gebäude. Auch der Wieder­aufbau des histo­ri­schen Saxonia-Brunnens geht auf seine Initia­tive zurück.

Auf dem brach­lie­genden Gelände an der Bahnhof­straße - besser bekannt als Conti-Loch - will der Regens­burger Unter­nehmer einen Büro- und Geschäfts­kom­plex mit Parkga­rage errichten. Sollte es irgend­wann doch grünes Licht dafür geben, wird sich wahrschein­lich seine Tochter um das Projekt kümmern.