Corona-Impfzentrum in Chemnitz ist startklar
Das Corona-Impfzentrum für Chemnitz ist startklar. Am 27. Dezember soll die Einrichtung in einem ehemaligen Supermarkt an der Annaberger Straße in Betrieb gehen. Gesundheitsministerin Petra Köpping nahm die Räume am Freitag gemeinsam mit Oberbürgermeister Sven Schulze in Augenschein. Allerdings werden zunächst erst mal nur die mobilen Impfteams von dort aus starten.
Laut Köpping sind Pflegeeinrichtungen und Heime die ersten Anlaufstellen. Im Januar sollen dann die ersten festen Termine für eine Impfung vor Ort vergeben werden. Das Impfzentrum ist eines von insgesamt 13 in ganz Sachsen. Jetzt fehlt nur noch der Impfstoff.
Bisher wurden die Standorte aus Sorge vor möglichen Beschädigungen nicht veröffentlicht. Auch das Chemnitzer Impfzentrum wird von Security bewacht, der Parkplatz ist eingezäunt. Es gelten strenge Zugangsregeln.
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In Sachsens Impfzentren sollen künftig bis zu 13.000 Menschen pro Tag gegen das Coronavirus immunisiert werden. Die genaue Zahl sei aber abhängig von der Verfügbarkeit des Impfstoffes, betonten das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und Gesundheitsministerin Petra Köpping am Freitag in Chemnitz. Die erste Impfstofflieferung sei nur eine "symbolische Charge", sagte Köpping. Bisher ist zum Auftakt von 25.000 Impfdosen die Rede.
Allein für stationäre Einrichtungen in Sachsen weist die Pflegestatistik 2019 mehr als 57.000 Pflegebedürftige aus. Wann und in welcher Größenordnung weitere Chargen geliefert werden, wollte Köpping nicht sagen, da sich die Zahlen ständig änderten. Damit ein Mensch geschützt ist, muss er mit zeitlichem Abstand zweimal geimpft werden.
Die Ministerin sprach von einer "Mammutaufgabe", die es in dieser Größenordnung noch nicht gegeben habe. Ziel sei, in den kommenden Monaten 60 Prozent der Bevölkerung zu impfen. "Das wird sich bis zum Ende des Sommers hinziehen." Vor diesem Hintergrund appellierte der Chemnitzer Oberbürgermeister Sven Schulze an die Bevölkerung, weiterhin Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten. "Die Impfungen sind ein Hoffnungsschimmer, es wird aber eine Zeit dauern, bis alle durchgeimpft sind."
Für die Arbeit in den Impfzentren sind in der Stadt und beim DRK den Angaben zufolge mehr als 3000 Bewerbungen eingegangen. „Wir sind aktuell in der Auswahlphase“, sagte Nicole Porzig vom DRK-Landesvorstand. Die Organisation hatte Anfang des Monats einen Aufruf für bis zu 300 Mitarbeiter in den Impfzentren gestartet. Die Stadt Chemnitz hatte ebenso zu Bewerbungen aufgerufen und hofft nun nach Worten Schulzes, dass Interessierte, die in den Impfteams nicht zum Zuge kommen, auch in anderen Bereichen wie Pflegeheimen aushelfen. (mit dpa)