Kretschmer: Impftermine für über 14-Jährige ab dieser Woche - DRK bremst
Heranwachsende ab 14 Jahren können sich in Sachsen ab dieser Woche um einen Impftermin bemühen. Das kündigte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Montag in Dresden an. Die Jugendlichen könnten demnach einen eigenen Termin in einigen Impfzentren vereinbaren.
Mit der Zulassung des Impfstoffes sei es möglich, dass sich Kinder und Jugendliche nun impfen lassen könnten, wenn sie es denn möchten. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte am Freitag grünes Licht für die EU-Zulassung des Biontech-Präparats für Kinder von 12 bis 15 Jahren gegeben. Die formale Zulassung durch die EU-Kommission stand aber zunächst noch aus.
Zugleich verwies der Regierungschef darauf, dass Schulbetrieb auch ohne Impfung möglich sein müsse. „Geimpft, genesen und getestet - das sind drei Dinge, die gleichberechtigt stehen und die uns das Leben und die Normalität zu einem Großteil wieder möglich machen.“
Kinder und Jugendliche hätten in den vergangenen Monaten in der Corona-Pandemie viel durchgemacht und große Solidarität bewiesen, sagte Kretschmer. Zusammen mit Kultusminister Christian Piwarz (CDU) und der Vorsitzenden des Landesschülerrates, Joanna Kesicka, stellte sich Kretschmer zum Kindertag am 1. Juni den Fragen von jungen Reportern.
Update 17:30 Uhr: Das DRK ist noch nicht beauftragt worden, in den sächsischen Impfzentren auch über 14-Jährige zu impfen. Das stellte Sprecher Kai Kranich klar. Die Vorbereitungen seien noch nicht abgeschlossen. Und für die Ärzte sei es zudem wichtig, dass es eine offizielle Empfehlung der Ständigen Impfkommission gebe. Am Montagmittag wurden in Sachsen mehr als 7.800 neue Impftermine freigeschaltet.