Im Gespräch mit Sachsen, die in der Pandemie gefordert sind

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+++Update+++

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat Fortschritte im Kampf gegen die Corona-Pandemie gelobt, zugleich aber vor einem Vertrauensverlust in öffentliche Institutionen gewarnt. Je länger die Krise und die Einschränkungen dauerten, desto größer werde der «Stress-Test» für dieses Vertrauen, sagte Steinmeier am Donnerstag in einer Videokonferenz mit Vertretern des Gesundheits- und Pflegewesens in Sachsen. In dem Gespräch fragte er mehrfach nach den Gründen für die Unzufriedenheit von Bürgern mit den Corona-Maßnahmen sowie den Protesten dagegen gerade in Sachsen.

Es werde hoffentlich gelingen, die Gesundheitskrise in den Griff zu bekommen und Schritt für Schritt zur Normalität zurückzukehren. «Das geht langsamer, als es sich viele wünschen», räumte das Staatsoberhaupt ein. «Die Ungeduld wächst im Lande, das ist spürbar.» Steinmeier hob aber hervor, dass die Dynamik des Infektionsgeschehens in den vergangenen Wochen abgenommen habe. Zugleich verwies er auf Fortschritte beim Impfen: «Wir können froh darüber sein, dass die Impfungen - aus Sicht vieler viel zu langsam - aber jetzt doch vorankommen.»

+++Meldung 7 Uhr+++

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) will heute mit Menschen in Sachsen sprechen, die in der Pandemie besonders viel zu tun haben. Am Donnerstagvormittag ab 11 Uhr hält er mit ihnen eine Video-Konferenz ab. Dabei ist die Pflegedienstleiterin einer Klinik in Werdau im Landkreis Zwickau, eine Hausärztin aus Pirna im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, ein Bestatter aus Marienberg im Erzgebirge und ein Intensivmediziner aus Tschechien, der in Zittau im Landkreis Görlitz arbeitet. Steinmeier setzt damit seine Reihe von Regionalgesprächen fort. Wegen Corona führt er diese online.