Hunderte demonstrieren in Chemnitz gegen Rassismus
Hunderte Menschen haben in Chemnitz gegen Rassismus demonstriert. Sie folgten einem Aufruf des parteiübergreifenden Bündnisses „Aufstehen gegen Rassismus“ zum 1. Mai. Vom Karl-Marx-Kopf aus zogen die Teilnehmer am Mittwochvormittag durch die Innenstadt zum Neumarkt. Dort startete parallel die Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) zum Tag der Arbeit. Nach Schätzung des DGB verfolgten etwa 2400 Menschen dort die Reden. An dem Protestzug hatten sich nach offiziellen Angaben rund 1100 Menschen beteiligt.Die AfD hatte eine Versammlung mit etwa 500 Teilnehmern angemeldet, es kamen jedoch deutlich weniger. Als Rednerin bei der Veranstaltung auf dem Markt trat unter anderen die Bundestagsabgeordnete Beatrix von Storch auf. Die Polizei zeigte in den Bereichen deutliche Präsenz, um die Kundgebungen voneinander abzugrenzen. Bei der zentralen DGB-Kundgebung zum 1. Mai in Leipzig rief der Chef des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Reiner Hoffmann, Politik und Wirtschaft dazu auf, endlich für gleiche Lebensverhältnisse in Ost- und Westdeutschland zu sorgen. Bis heute sei das nicht gelungen, und es sei überfällig, sagte Hoffmann am Mittwoch auf dem Leipziger Markt. Rund 1500 Menschen verfolgten nach dpa-Schätzung die Rede des DGB-Chefs.Es dürfe nicht sein, dass im Osten längere Arbeitszeiten gelten als im Westen Deutschlands. Der Kampf um die 35-Stunden-Woche müsse auch im Osten gewonnen werden, sagte Hoffmann. Die Angleichung der Rente in Ost und West bis 2024 komme ebenfalls zu spät. Das gehe auch schneller, man müsse es politisch nur wollen. (dpa)